Private Krankenversicherung für Kinder

Die private Krankenversicherung (PKV) für Kinder bietet einen umfassendem Gesundheitsschutz. Die Beiträge für Kinder sind in der PKV oft günstiger als für Erwachsene, da bis zum 21. Lebensjahr keine ´¡±ô³Ù±ð°ù²õ°ùü³¦°ì²õ³Ù±ð±ô±ô³Ü²Ô²µ±ð²Ô gebildet werden müssen. Kinder sind in der PKV nicht automatisch mitversichert, sondern benötigen einen eigenen Versicherungsvertrag. Erfahre hier, was die PKV für dein Kind kostet, wann sie möglich ist und woraus Eltern achten müssen.

Aktualisiert am 25. September 2026

Inhalt des Ratgebers

Private Krankenversicherung für Kinder - kurzer Überblick:

  • Voraussetzungen: Ob dein Kind privat versichert werden kann, hängt vom Versicherungsstatus der Eltern ab.
  • Vorteile: Die PKV bietet umfassenden Schutz, Zugang zu modernen Behandlungsmethoden und erleichtert die Terminvereinbarung bei Fachärzten, was besonders für berufstätige Eltern von Vorteil ist.
  • Voraussichtliche Kosten: Im Durchschnitt können Arbeitnehmer in der PKV mit Kosten von rund 200 Euro pro Kind und Monat rechnen.
  • Leistungen: Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer, umfassende °­¾±±ð´Ú±ð°ù´Ç°ù³Ù³ó´Ç±èä»å¾±±ð und bevorzugte Facharzttermine.

Was kostet eine private Krankenversicherung für Kinder?

Die private Krankenversicherung bietet Tarife für Kinder, die in der Regel günstiger sind als die für Erwachsene. Im Durchschnitt können Arbeitnehmer in der PKV mit Kosten von rund 200 Euro pro Kind und Monat rechnen.

Kosten im Vergleich

Wenn ein Kind erst später privat versichert wird, richtet sich der Beitrag nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Umfang der Leistungen. Es ist wichtig, einen Tarif zu wählen, der die spezifischen Bedürfnisse des Kindes abdeckt, einschließlich Leistungen wie °­¾±±ð´Ú±ð°ù´Ç°ù³Ù³ó´Ç±èä»å¾±±ð, Rooming-In und Sehhilfen.

Zusammensetzung der PKV-Beiträge für Kinder

Die Beiträge für Kinder in der PKV sind aus verschiedenen Gründen oft günstiger:

Arbeitgeberzuschuss der PKV für Kinder

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können gegebenenfalls Zuschüsse ihrer Arbeitgeber zu den Beiträgen erhalten. Dieser Zuschuss kann anteilig auch für Kinder gezahlt werden (§257 SGB V).

Dieser beträgt maximal 508,59 Euro (KV) + 104,63 Euro (PV) monatlich (Stand 2026).

Soll ich mein Kind privat oder gesetzlich versichern?

Die Entscheidung zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) für dein Kind hängt von der familiären Situation, den finanziellen Rahmenbedingungen und deinen Qualitätsansprüchen ab.

Voraussetzungen für die private Krankenversicherung des Kindes

Ob ein Kind privat versichert werden kann, hängt vor allem vom Versicherungsstatus und Einkommen der Eltern ab:

Übersicht der Versicherungsoptionen

Infobox: Versicherungsoptionen für Kinder

Elternkonstellation

Einkommen / Status

Versicherungsoption Kind

Beide Eltern GKV

egal

Kostenlose Familienversicherung in der GKV

Beide Eltern PKV

egal

PKV-Versicherung zwingend (Kind benötigt eigenen Vertrag)

Ein Elternteil PKV, ein Elternteil GKV - verheiratet

PKV-Elternteil verdient mehr & liegt über der JAEG (2026: 77.400 Euro / 6.450 Euro mtl.)

Kind muss in die PKV oder freiwillige GKV (gegen Beitrag)

Ein Elternteil PKV, ein Elternteil GKV - verheiratet

PKV-Elternteil verdient weniger oder liegt unter JAEG

Kind kann in der GKV familienversichert bleiben

Ein Elternteil PKV, ein Elternteil GKV - nicht verheiratet

egal

Kostenlose Familienversicherung über den GKV-Elternteil möglich

Welche Leistungen bietet die PKV für Kinder?

Die PKV bietet Kindern Zugang zu Leistungen wie einer breiteren Wahl an Fachärzten und kürzeren Wartezeiten, bevorzugter Unterbringung im Krankenhaus (Ein- oder Zweibettzimmer), umfassenderer Vorsorge, besseren Leistungen bei Zahnersatz und °­¾±±ð´Ú±ð°ù´Ç°ù³Ù³ó´Ç±èä»å¾±±ð sowie potenziell schnellerer Behandlung und alternativen Heilmethoden. 

Zwar ist der Beitrag für jedes Kind separat zu zahlen, im Gegensatz zur kostenlosen Familienversicherung in der GKV, dennoch kann sich die private Krankenversicherung auch mit Kindern finanziell noch lohnen. 

Wichtige Bausteine im PKV-Tarif für Kinder

Diese Leistungen sollten in einem guten PKV-Tarif für Kinder enthalten sein:

Leistungsvergleich: PKV vs. GKV - die wichtigsten Unterschiede

PKV-Tarife können Leistungen für Heilpraktikerbehandlungen, kieferorthopädische Behandlungen oder Sehhilfen umfassen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oft eingeschränkt oder nicht vorhanden sind.

Private Krankenversicherung für Kinder [2026] - ottonova – Berechnungstabelle

Leistung

GKV 

PKV

Rooming-In

Bis zum 9. Geburtstag (wenn medizinisch notwendig), teils darüber hinaus als Satzungsleistung

Je nach Tarif, oft bis zum 15. Lebensjahr

Vorsorgeuntersuchungen

Regelleistung U1-U9; U10/U11 nur bei manchen Kassen (Satzungsleistung)

Häufig auch U10/U11 sowie zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen abgedeckt

°­¾±±ð´Ú±ð°ù´Ç°ù³Ù³ó´Ç±èä»å¾±±ð (KFO)

Leistungen nur bei KIG 3-5, mit 20% Eigenanteil (2. Kind 10%, Rückerstattung nach erfolgreicher Behandlung)

Je nach Tarif Erstattung auch bei KIG 1-2, meist insgesamt höhere Leistungserstattung

Krankenhaus & Arztwahl

Regelversorgung, ggf. längere Wartezeiten

Freie Arztwahl, schnellere Termine, Chefarztbehandlung möglich

Krankes Kind: Gibt es Kinderkrankengeld in der PKV?

Privatversicherte haben grundsätzlich keinen Anspruch auf gesetzliches Kinderkrankengeld, da die PKV keine "versicherungsfremden Leistungen" übernimmt und im Gegensatz zur GKV keine Bundeszuschüsse erhält. Auch ein Ausgleich über den normalen Krankentagegeldtarif ist daher in der Regel ausgeschlossen. 

Welche Absicherungen gibt es trotzdem?

 

Mehr Details zu Fristen, gesetzlichen Sonderregelungen und Voraussetzungen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema Kinderkrankengeld.

PKV & Kinder: Vor- und Nachteile

Vorteile

Die PKV bietet eine Reihe von Leistungsvorteilen, die deutlich über die der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen können. Darüber hinaus profitieren Kinder von privilegierten Versorgungsstrukturen: Sie erhalten schneller Termine durch freie Wahl bei Ärzten und Kliniken und bekommen so Zugang zu modernsten Behandlungsmethoden. 

Ein entscheidender Aspekt für Familien ist das ±Ê°ù±ð¾±²õ-³¢±ð¾±²õ³Ù³Ü²Ô²µ²õ-³Õ±ð°ù³óä±ô³Ù²Ô¾±²õ. Da Kinder keine ´¡±ô³Ù±ð°ù²õ°ùü³¦°ì²õ³Ù±ð±ô±ô³Ü²Ô²µ±ð²Ô bilden müssen, sind die Monatsbeiträge vergleichsweise günstig. Zudem entfällt bei der Kindernachversicherung die sonst übliche Gesundheitsprüfung. Dadurch erhalten auch Kinder mit Vorerkrankungen von Geburt an vollen Versicherungsschutz ohne ¸é¾±²õ¾±°ì´Ç³ú³Ü²õ³¦³ó±ôä²µ±ð. Außerdem zahlen Kinder keine Beiträge zur privaten Pflegepflichtversicherung, sofern sie kein Einkommen haben, das über der Familienversicherungspflichtgrenze von 565 Euro, bei Minijob 603 Euro im Monat erzielen (Stand 2026).

Nachteile

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse gibt es in der PKV keine kostenfreie Familienversicherung. Das bedeutet: Jedes Kind benötigt einen eigenen Vertrag, für den ein separat berechneter Monatsbeitrag anfällt.

Ein weiterer Punkt ist der Zeitpunkt des Einstiegs. Wenn die Frist für die Kindernachversicherung (= innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt) verpasst oder das Kind erst später bei der PKV angemeldet wird, bedeutet das, dass das Kind eine reguläre Gesundheitsprüfung durchlaufen muss. In diesem Fall hängt der Beitrag vom Gesundheitszustand des Kindes ab, Vorerkrankungen oder Allergien können dann zu ¸é¾±²õ¾±°ì´Ç³ú³Ü²õ³¦³ó±ôä²µ±ðn oder zu Leistungsausschlüssen führen.

Bis wann gilt die PKV für Kinder?

Von einer PKV für Kinder spricht man bis 14 Jahre, von 15 bis 20 Jahren von PKV für Jugendliche und ab 21 Jahre von PKV für Erwachsene. Der Versicherungsschutz gilt solange keine Versicherungspflicht eintritt.

Wenn ein Studium oder eine Ausbildung begonnen wird, tritt die Versicherungspflicht ein und Kinder müssen in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Sie können sich aber von der Versicherungspflicht für die Dauer des Studiums befreien lassen und in der PKV versichert bleiben.

Nach dem Studium ist der Verbleib in der privaten Krankenversicherung bei Verbeamtung, ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µkeit oder einem Verdienst über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von aktuell 77.400 Euro möglich.

PKV-Expertin Oleks erklärt dir kompakt und verständlich die wichtigsten Punkte zur Privaten Krankenversicherung (PKV) speziell für Familien - von Vorteilen für Kinder über Kosten, Elternzeit und mehr.

FAQs zur PKV für Kinder

Die private Krankenversicherung greift bei Kindern wie bei Erwachsenen. Das heißt: wenn Versicherte mit ihrem Kind zum Arzt müssen, wird die Rechnung der Behandlung anschließend an den Elternteil geschickt, bei dem das Kind mitversichert ist. Dieser kann diese dann bei seiner privaten Krankenversicherung zur Erstattung einreichen.

Der umfangreiche PKV-Schutz deine Kindes ist zeitlich unbefristet. Auch nach einer Scheidung ändert sich für das Kind nichts, wenn beide Eltern privat versichert bleiben.

Sollte ein Partner nach der Scheidung in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln, kann das Kind entweder über ein Elternteil privat versichert bleiben oder Mitglied der Familienversicherung des gesetzlich versicherten Elternteils werden. In diesem Fall kann die PKV-Vollversicherung ohne Gesundheitsprüfung auf private Zusatzversicherungen umgestellt werden.

Ja, bei Kindern kann der Beitrag der Basisabsicherung steuerlich geltend gemacht werden.

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