Private Krankenversicherung Kosten: Was kostet die PKV und wie berechnet sich der Beitrag?
Die Kosten in der privaten Krankenversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab: Dem Alter bei Vertragsschluss, dem Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen. Auch die Selbstbeteiligung und Rückstellungen für das Alter spielen eine Rolle bei der Höhe der Beiträge. Informationen darüber wie hoch der Beitrag pro Monat etwa sein kann, wie er sich zusammensetzt und wie viel Sparpotential es gibt, liefert dieser Beitrag.
Aktualisiert am 1. Juli 2026
ARTIKEL FACHLICH GEPRÜFTvon unseren PKV-Experten
Inhalt des Ratgebers
Kosten der PKV - kurzer Überblick:
Die Kosten einer privaten Krankenversicherung (PKV) variieren je nach Eintrittsalter, gewünschtem Leistungsumfang, eventuellem Selbstbehalt und möglichen Risikozuschlägen für Vorerkrankungen. Auch die Berufsgruppe (Angestellte, ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µ±ð, Beamte) und die Anzahl der mitversicherten Familienmitglieder beeinflussen die Beiträge.
Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss. ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µ±ð zahlen den vollen Beitrag ohne Arbeitgeberzuschuss.
Für einen 32-jährigen Arbeitnehmer liegt der monatlich zu zahlende PKV-Beitrag im günstigsten Tarif bei etwa 284 Euro (Krankentagegeld ab dem 43. Tag).
Kinder müssen separat versichert werden, wobei der Beitrag von den gewählten Leistungen und dem Selbstbehalt abhängt.
Die PKV bietet die Möglichkeit, die Beiträge im Alter zu senken und gewährleistet eine umfassende Gesundheitsversorgung über das Äquivalenzprinzip, das auf ´¡±ô³Ù±ð°ù²õ°ùü³¦°ì²õ³Ù±ð±ô±ô³Ü²Ô²µ±ð²Ô basiert.
Was beeinflusst die Kosten einer privaten Krankenversicherung?
Die Kosten und die Höhe der Beiträge in der privaten Krankenversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung vor allem das Einkommen als Bezugsgröße zugrunde gelegt wird, berechnet sich der Beitrag in der privaten Krankenversicherung anhand folgender Faktoren:
Gewünschter Leistungsumfang: Der monatliche PKV-Beitrag wird von dem gewählten Tarif beeinflusst. Die Tarife unterscheiden sich anhand ihres Leistungsumfangs.
Eventueller Selbstbehalt: Beim Selbstbehalt handelt es sich um den Eigenanteil, den du bei Rechnungen selbst zahlen musst. Je höher der gewählte Selbstbehalt desto niedriger fällt der monatliche Beitrag der privaten Krankenversicherung aus.
Möglicher Risikozuschlag bei Vorerkrankungen: Der Risikozuschlag wird als zusätzlicher Beitrag den monatlichen PKV-Beiträgen hinzugerechnet.
Krankentagegeld: Der gesamte monatliche Beitrag für eine privaten Krankenversicherung richtet sich auch danach, ob du ein Krankentagegeld gewählt hast und ab welchem Zeitpunkt, du dieses Krankentagegeld erhältst.
In der gesetzlichen Krankenkasse sind Ehepartner und Kinder in der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert, solange sie kein eigenes oder nur ein geringes Einkommen beziehen. In der privaten Krankenversicherung spielt das keine Rolle. Für jede versicherte Person wird ein eigener Beitrag erhoben.
Nehmen wir an, der Antragsteller ist bei Versicherungsbeginn 32 Jahre alt und hat keine Vorerkrankungen. Auf der Basis unserer Angaben ergibt sich folgender Monatsbeitrag für die Private Krankenversicherung (PKV)*:
Grundbeitrag
499,89 €
Krankentagegeld
48,60 €
Beitragsentlastung im Alter
53,00 €
Pflegepflichtversicherung
63,30 €
10% gesetzlicher Zuschlag
49,99 €
Zu zahlender Gesamtbeitrag
714,74 €
Arbeitgeberanteil
- 357,37 €
Arbeitnehmeranteil
357,37 €
*Die Beispielrechnung basiert auf dem bei Angestellten am häufigsten gewählten Tarif ottonova Business Class Pro (ottonova BC Pro, KTA 43/150, BEK 67/200, PVN).
Kosten PKV für ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µ±ð
Der Beitrag für ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µ±ð entspricht dem für Angestellte mit dem Unterschied, dass es hier keinen Arbeitgeberanteil gibt, der bei den monatlichen Beitragskosten abgezogen wird und sich der Beitrag zum Krankentagegeld unterscheidet.
Die maximale Höhe des Krankentagegeldes hängt davon ab, wie viele Mitarbeitende der ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µ±ð beschäftigt.
Um die monatlichen PKV-Beiträge möglichst niedrig zu halten und da sie keinen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss erhalten, entscheiden sich viele ³§±ð±ô²ú²õ³Ù²õ³Ùä²Ô»å¾±²µ±ð für einen relativ hohen Selbstbehalt in der privaten Krankenversicherung.
Wir berechnen den Beitrag für eine 32-jährige Person ohne Vorerkrankungen:
Grundbeitrag
481,02 €
Krankentagegeld
53,70 €
Beitragsentlastung im Alter
53,00 €
Pflegepflichtversicherung
63,30 €
10% gesetzlicher Zuschlag
48,10 €
Gesamtbeitrag
699,12 €
*Die Beispielrechnung basiert auf einem Krankentagegeld in Höhe von 100 €.
Kosten PKV für Beamte
Für einen kinderlosen Bundesbeamten im Alter von 30 Jahren beläuft sich der monatliche Beitrag für die Krankenversicherung bei ottonova inklusive gesetzlicher Pflegepflichtversicherung im Tarif Komfort24 auf 303,48 Euro pro Monat einschließlich Zwei-Bett-Zimmer, Chefarztbehandlung und dem Anspruch auf professionelle Zahnreinigung (Bundesbeihilfe 50 %).
Die private Krankenversicherung ist für viele Beamte besser als die gesetzliche Krankenversicherung, da ihr Beihilfeanspruch die Kosten für eine private Krankenversicherung senkt. Außerdem können sie sich ohne Berücksichtigung des Einkommens privat versichern.
Der Beitrag für einen Bundesbeamten hängt ebenfalls von den gewünschten Leistungen, aber auch vom Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand ab.
Kosten PKV für Kinder
Der Beitrag für das Kind beläuft sich im Business Class Tarif auf 196,34 Euro im Monat, bereinigt um den möglichen Arbeitgeberanteil in Höhe von 50 Prozent nur noch 98,17 Euro. Die jährliche Einsparung gegenüber der GKV beträgt für Angestellte mit einem Kind in diesem Beispiel immer noch über 2.000 Euro bei einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.*
Wichtig zu wissen: Kinder müssen in der privaten Krankenversicherung gesondert versichert werden. Wenn der Besserverdienende der Eltern privatversichert ist und sein/ihr Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet, müssen die Eltern ihre Kinder kostenpflichtig gegen einen Beitrag versichern – in der PKV oder in der GKV.
*Der gewählte Beispieltarif für das Kind ist der Business Class Pro ohne Selbstbehalt.
Gibt es in der privaten Krankenversicherung auch Beitragssteigerungen?
Mit Beitragssteigerungen der Tarife ist beispielsweise dann zu rechnen, wenn die Kosten im Gesundheitswesen ansteigen. Das kann in Gehaltserhöhungen für Angestellte im Gesundheitssektor oder Anpassungen der Gebührenordnungen liegen. Falls Pharmahersteller die Kosten für ihre Produkte erhöhen, kann dies ebenfalls zu einer Beitragsanpassung führen. Auch die Inflation kann die Kosten in die Höhe treiben.
´¡³Üß±ð°ù»å±ð³¾: Der Gesetzgeber regelt, wann sich der Versicherungsbeitrag ändert. Voraussetzung für eine Anpassung der Beiträge ist, dass die Kosten innerhalb einer Altersgruppe eines Tarifs um mehr als fünf bis zehn Prozent (je nach Tariffestlegung) von der letztmaligen Kalkulation nach oben oder unten abweichen.
So haben sich die Beiträge in den letzten 10 Jahren entwickelt:
Beitragsentwicklung in der PKV
Expertenvideo zur PKV Beitragsanpassung
PKV-Expertin Oleks erklärt dir was wirklich hinter den steigenden Beiträgen in der PKV steckt.
Wie entwickeln sich die Kosten in der privaten Krankenversicherung im Alter?
Grundsätzlich reduziert sich der Versicherungsbeitrag im Alter, denn es fallen einige Beitragsteile weg. Dabei handelt es sich um den Beitragszuschlag in Höhe von zehn Prozent und den Beitrag für das Krankentagegeld.
Die genaue Höhe des Beitrags im Alter hängt vom Eintrittsalter, dem gewählten Tarif, der Höhe des Selbstbehaltes und der Beitragsentwicklung, wie Kostensteigerungen durch Inflation oder medizinischem Fortschritt ab. Dazu spielt mit hinein, ob der Versicherungsnehmer eine Beitragsentlastungskomponente für das Alter in den Vertrag integriert hat.
Bei ottonova werden anfänglich rund 50% der Beiträge für die höheren Kosten im Alter investiert und der Abschluss einer Beitragsentlastungskomponente ist möglich. Ab dem 64. oder 67. Lebensjahr besteht die Möglichkeit, die Beiträge zu senken. So kann der Betrag zwischen 100 Euro und bis zu 400 Euro monatlich gemindert werden.
FAQs zu Kosten in der privaten Krankenversicherung
Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung besteht nicht nur aus dem Risikoanteil, der zur Begleichung der Aufwendungen für eine medizinische Behandlung verwendet wird. Der Beitrag teilt sich in den Risikoanteil und die ´¡±ô³Ù±ð°ù²õ°ùü³¦°ì²õ³Ù±ð±ô±ô³Ü²Ô²µ±ð²Ô auf. Die ´¡±ô³Ù±ð°ù²õ°ùü³¦°ì²õ³Ù±ð±ô±ô³Ü²Ô²µ±ð²Ô sorgen dafür, dass die Beiträge im Alter bei steigendem Bedarf an medizinischer Versorgung und damit zwangsläufig steigenden Kosten stabil bleiben.
Die Kosten für die PKV sind steuerlich absetzbar. Die Beiträge zählen zu den Sonderausgaben. Allerdings können die Versicherungsnehmer nicht den gesamten Versicherungsbeitrag von der Steuer absetzen. Dies gilt nur für den Beitragsanteil, der auf die Basisleistungen entfällt. Damit wird eine Gleichstellung zu den Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung erreicht.
Die Versicherungen versenden daher zu Beginn des neuen Jahres eine Aufstellung an ihre Versicherungsnehmer, die aufteilt, wie hoch der gezahlte Gesamtbeitrag im Jahr ausfiel, und welcher Anteil davon in der Steuererklärung angegeben werden kann.
Um die Kosten für die PKV zu senken, bieten sich mehrere Optionen an (Beitragsentlastungskomponente):
Wechsel in einen anderen Tarif mit einem schlankeren Leistungsspektrum
Erhöhung der Selbstbeteiligung
Vorgreifend auf das Alter eine Beitragssenkung ab dem 64. oder 67. Lebensjahr vereinbaren
Die Kosten einer privaten Krankenversicherung können je nach individuellen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und gewünschtem Leistungsumfang variieren. In der Regel ist die PKV für junge und gesunde Versicherte oft günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung, da die Beiträge unabhängig vom Einkommen berechnet werden. Für Gutverdiener kann die private Krankenversicherung besonders vorteilhaft sein, da sie im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung häufig niedrigere Beiträge bietet und mehr Flexibilität bei den Leistungen ermöglicht.
Das hängt davon ab, ob es sich um eine ambulante, eine stationäre Heilbehandlung oder Medikamente handelt.
Im Fall eines Krankenhausaufenthaltes besteht zwischen der privaten Krankenversicherung und dem Krankenhaus oft eine Kostenübernahmevereinbarung. Krankenhaus und Versicherung rechnen direkt miteinander ab.
Auch bei einer ambulanten Heilbehandlung geht der/die Versicherte nicht in Vorkasse. Er oder sie erhält die Rechnung vom Arzt/von der Ärztin, reicht diese beim Versicherer ein und nach Erstattung begleicht er den Betrag beim Leistungserbringer.
Nur bei Arzneimitteln müssen PKV-Versicherte in Vorleistung gehen und die Apothekenrechnung dann anschließend bei der Versicherung einreichen.
HIER SCHREIBTMarie-Theres Rüttiger
Marie-Theres ist Online Redakteurin für Gesundheits- und Versicherungsthemen bei ottonova. Sie konzipiert den Redaktionsplan, recherchiert und schreibt vor allem über (E-)Health und Innovation, die das Leben besser machen.Â
Unser ottonova Expertenteam hat über 40 Jahre Erfahrung rund um das Thema private Krankenversicherung und beantwortet jeden Tag Fragen dazu. Was sind ´¡±ô³Ù±ð°ù²õ°ùü³¦°ì²õ³Ù±ð±ô±ô³Ü²Ô²µ±ð²Ô und für wen ist die PKV sinnvoll? Was ist der Rechnungszins und welcher Tarif passt zu dir? Sie wissen es!
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